Lernhäppchen – selbst gemacht oder aus der Selbstbedienungstheke

LearningApps Screenshot

LearningApps – Wandtafel-Fußball

Der Name der Website LearningApps.org ist seit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones und Tablets etwas irreführend. Tatsächlich werden hier nämlich weder iPhone- noch Android-Apps angeboten sondern kleine Lernhäppchen, die ganz Web-2.0-mäßig in jedem Webbrowser abgespielt werden können. Eine ganze Reihe dieser interaktiven Unterrichtsbausteine können sofort und ohne weitere Anmeldung im Unterricht – teilweise auch und gerade an Interaktiven Whiteboards – eingesetzt werden.
Richtig interessant werden die LearningApps aber erst, wenn man sich daran macht, eigene Apps zu erstellen – und das ist viel leichter als es sich anhört. Jede vorhandene App lässt sich mit dem Button „Ähnliche App erstellen“ duplizieren und dann ganz einfach für die eigenen Bedürfnisse umstricken. So kann aus den „Bundesräten der Schweiz 2012“ mit den geeigneten Bildern schnell die „Bundesminister in Deutschland 2013“ werden. Die Benutzeroberfläche ist dabei zum Großteil selbsterklärend und erlaubt die Einbindung von Medien wie etwa Bilder oder Videos vom eigenen PC, aus dem Internet oder explizit aus dem umfangreichen Bestand der Wikipedia.
Für den BLO-Unterricht morgen, der sich gerade ums Girokonto dreht, ist so innerhalb von 20 Minuten eine Sicherung zum Thema „Überweisung“ entstanden (wobei nach der Einarbeitungsphase die Arbeit mit den LearningApps deutlich schneller von der Hand gehen sollte):

Jede App lässt sich nach der Anmeldung speichern und per Link oder iframe (wie hier oben zu sehen) weitergeben bzw. einbinden. Darüber hinaus darf der Autor entscheiden, ob die App öffentlich im App-Katalog verfügbar sein soll – dafür wird jedoch jede einzelne App von den Seitenbetreibern überprüft und erst dann freigeschaltet.
Neben den reinen Lernprogrämmchen sind ein paar „spezielle Unterrichtswerkzeuge“ entstanden, die gerade in Verbindung mit Smart- Entschuldigung – Interaktiven Whiteboards mehr als einen Blick wert sind. Sehenswert hier z.B. das hinreichend bekannte, aber erfrischend umgesetzte Wandtafelfußball oder das gemeinsame Markieren von Bildern wie bspw. Karten.
Für fortgeschrittene Benutzer, die neben HTML- auch noch grundlegende Javascript-Kenntnisse benötigen, besteht neben der Anpassung vorhandener Apps und Vorlagen auch noch die Möglichkeit, mit Hilfe der Entwicklerwerkzeuge ganz eigene Lernhäppchen zu programmieren. Das geht dann vermutlich aber schon sehr viel weiter, als die allermeisten Benutzer der LearningApps – mich eingeschlossen – kommen…
http://learningapps.org

Anmerkung:
Über eine kurze Rückmeldung per Kommentar, ob solche wie in diesem Artikel vorgestellten, in der Netzgemeinde wohlbekannten und daher fast schon ‚veralteten‘ Inhalte, in der Lehrerrundmail ihren Platz haben sollen, würde ich mich freuen. Die Seite der LearningApps existiert immerhin schon seit 2011 und erfüllt mit Sicherheit nicht mehr den Anspruch dieser Seiten ‚aktuelle Infos‘ für Lehrerinnen und Lehrer zu liefern.

2 Kommentare zu "Lernhäppchen – selbst gemacht oder aus der Selbstbedienungstheke"

  1. Hallo,
    learning-apps, dass ich selbst für meinen Unterricht nutze, gehört immer mal wieder auf die Aktualitäten-Liste., denke ich. Es hat sich in den letzten Jahren ja verändert und so eine Erwähnung führt immer wieder auch dazu, etwas in Vergessenheit geratene Angebote wieder umfangreicher zu nutzen.
    Zu Learning-Apps: Obwohl ich es verscuht habe, fällt es mir etwas schwer noch mit hot poatatoes zu arbeiten (mit Ausnahme der Kreuzworträtsel) – es ist halt einfach eine alte Oberfläche und die Einbindung geht nicht so schnell von der Hand wie bei learning-apps.
    Gruß aus Berlin
    T. Sdeidel

  2. Ich stolpere auch immer wieder über die Learning-Apps

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