Geschichte unterrichten

Geschichte unterrichtenEin gewichtiges Werk mit über 600 Seiten liefert der Weka-Verlag mit seinem neuen Praxishandbuch „Geschichte unterrichten: motivieren, lebendig, methodisch vielfältig“ in Form eines Sammelordners samt CD.

Wie von Weka gewohnt, kennzeichnen übersichtliche Symbole jedes Kapitel entweder als einführend, vertiefend oder vernetzend, sodass bereits beim Durchblättern der Loseblattsammlung ein guter Überblick ermöglicht wird. Alle verwendeten Materialien finden sich als Kopiervorlage bzw. in Form von zahlreichen Farbfolien im Ordner und liegen darüber hinaus auch in elektronischer Form auf der per Freischaltcode zu aktivierenden CD vor.
Während der erste Teil des Sammelwerks sich mit einführenden Themen, z.B. der Arbeit in einem Archiv befasst, sind die folgenden Kapitel zeitlich sortiert und reichen von dem Leben in der Steinzeit, über Brandbekämpfung in der Antike am Beispiel Roms, den Wikingern, dem Absolutismus, der Schule im Kaiserreich, der Industriellen Revolution, dem Kriegsende 1945 bis hin zur Betrachtung des Mauerbaus in verschiedenen Geschichtsbüchern.

„Geschichte unterrichten“ spricht den Praktiker an und so finden sich nur wenige einführende Kapitel, dafür umso mehr vertiefende, bzw. als vernetzend gekennzeichnete Abschnitte. So setzt zum Beispiel der Abschnitt über die Reformation bereits voraus, dass die Schüler über die Grundzüge des Konflikts Martin Luthers mit der römischen Kirche Bescheid wissen. Der Autor vertieft die Thematik durch die Betrachtung von zeitgenössischen Flugschriften und Flugblättern, von denen einige Holzschnitte als Kopiervorlagen vorliegen. Anschließend findet der Transfer zur modernen Wahl- und Bildpropaganda statt. Im weiteren Verlauf kommen einige Arbeitsblätter zum Einsatz, die mittels des Films „Luther“ – ganz oder in Ausschnitten betrachtet – eine gelungene Verknüpfung verschiedener Medien und Methoden darstellen.

Ebenso als vertiefend ist der Abschnitt über das Ende des Zweiten Weltkriegs gekennzeichnet. Hier wird vom Schüler vorausgesetzt, dass er die Grundzüge bis zur deutschen Kapitulation und der Konferenz von Jalta bereits kennt. Im Verlauf der Unterrichtssequenz soll er die unmittelbare Nachkriegszeit und deren ‚Planer‘ kennen lernen und sich in die Lage der Bevölkerung hineinversetzen können. Auch hier kommen verschiedene Methoden bzw. Medien zum Einsatz, so zum Beispiel die Analyse von Bildquellen in Einzel- und Gruppenarbeit, die Interpretation schriftlicher Quellen und die Befragung von Zeitzeugen samt Auswertung dieser Interviews. Eine umfassende Quellenauswahl als Kopiervorlagen, so zum Beispiel Direktiven, Tagebucheinträge und Propagandaplakate, unterstützt diese Vorgehensweise aufs trefflichste.

Fazit
Mit „Geschichte unterrichten: motivieren, lebendig, methodisch vielfältig“ liefert der Weka-Verlag ein an der Praxis ausgerichtetes Sammelwerk, das sich als sehr gute Ergänzung zu den Schulbüchern anbietet. Ausgearbeitete, in der Praxis erprobte Sequenzen mit vielfältigen methodischen Wechseln und fachspezifischen Arbeitstechniken ermöglichen den sofortigen Einsatz in der Unterrichtsvorbereitung. Durch das breit angelegte Themenspektrum sollten sich für fast jede Jahrgangsstufe der Sek. I und II ein oder mehrere Abschnitte finden, obgleich – aber das war auch nicht zu erwarten – sicher nicht der gesamte Unterricht mit dem Ordner zu bestreiten ist.

Geschichte unterrichten: motivieren, lebendig, methodisch vielfältig!
Autorin/Herausgeberin: Claudia Tatsch
Lieferumfang: DIN A4 Ordner, ca. 600 Seiten, 8 Farbfolien, inkl. CD-ROM
mit regelmäßigen Aktualisierungen
Preis: 98,00 EUR
Weitere Informationen bei Weka-Media

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