Studie: Kids am Computer

Eine repräsentative Studie, die von dem Technikmagazin Chip in Auftrag gegeben wurde, liefert allerlei interessante Daten zur Computernutzung von Jugendlichen in der Schule und zu hause. Kaum überraschen dürfte sein, dass der EDV-Unterricht im Gymnasium einen höheren Stellenwert hat als in der Hauptschule. Immerhin gibt jeder vierte Schüler an, sich im EDV-Unterricht zu langweilen (wie der Prozentsatz wohl in Geschichte, Sozialkunde,… ausfallen würde?!) Die komplette Studie gibt’s als PDF zum Download:
http://www.chip.de/vbc/4936564/CHIPStudie.pdf

4 Kommentare zu "Studie: Kids am Computer"

  1. Dies reiht sich ein in die Schlange wissenschaftlicher Studien zum Thema ICT-Kompetenz, ich verzichte mal auf die Links zu Bofinger, Döbeli u.a.
    Ich fürchte, die anderen 3/4 surfen einfach rum und betreuen ihre Webseiten/Blogs/Profile bei sonstwo. Ich verstehe weiterhin nicht, dass in einer 9. oder 10. Klasse bspw. noch niemand weiß, wie man Podcasts anfertigt.
    Und da sind dann auch die anderen Fächer in der Pflicht – die Zeit, in der man IT auf ein Fach beschränken konnte, ist seit Web 2.0 endgültig vorbei.
    Doch leider interessiert das niemand und so ändert sich nichts – weder an der Uni, im Referendariat noch im Beruf selbst. Außer: Ein Lehrer entdeckt das als sein Steckenpferd und begeistert Schüler und Kollegen. Diese Leuchttürme sind aber selten. Und oft verhindern dann eben die IT Lehrer, dass es systematisch an einer Schule in den Unterricht implementiert wird. Auch sie haben so manche Enttäuschung erlebt und erleben sich als Hotline für alle Wehwehchen an den schulischen PCs ausgenutzt.

  2. Ich verstehe weiterhin nicht, dass in einer 9. oder 10. Klasse bspw. noch niemand weiß, wie man Podcasts anfertigt.

    Wobei ich mich frage, ob das wirklich zu den essentiellen Kenntnissen gehört, die die Schule vermitteln sollte. Ich erlebe die Unterrichtszeit für den IT Unterricht als äußerst knapp und halte es für wichtiger, dass Schüler sinnvoll in Word und Excel arbeiten können und dass sie außerdem einen *reflektierten* Umgang mit Präsentationssprogrammen lernen.

    Die Podcasts wären dann noch die Kirsche auf dem Sahnehäubchen, aber wenn ein Schüler das nicht kann, wird es ihm im Studium oder Beruf wohl kaum Probleme bereiten.

  3. Auch ich muss gestehen, dass ich meine Schüler noch nie auf die Produktion von Podcasts losgelassen habe. So richtig wird das wohl auch keiner in seinem späteren Beruf/Leben brauchen. Viel wichtiger erscheint mir auch der vernünftige Einsatz von Word & Co. Aber selbst für diese Grundbegriffe brauche ich mehr Zeit als ich habe – denn – zugegeben – Lesen und Rechnen ist fast noch einen Tick wichtiger 🙂

  4. Vielleicht passt es auch besser in diese Diskussion und sie ist aktueller:

    Auf http://www.LETUO.de versuchen wir Lehrer bei der Arbeit mit Video, Podcast und Co. im und außerhalb des Unterrichts mit kostenlosen Tutorials rund um das Thema E-Learning in der Schule zu unterstützen.

    Gerade weil wir als Softwarefirma in mehreren Jahren feststellen mussten, dass es eben nicht die Hardware oder Software ist, an der der Einsatz von IT in der Schule scheitert, sondern vielmehr Konzepte fehlen, möchten wir diese Lücke schließen helfen.

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