Schlechter lernen mit dem Computer

Wie deutsche Wissenschaftler herausgefunden haben wollen, fördert Computernutzung in den Schulen und Zuhause nicht die Leistung von Schülern in Mathematik sowie beim Lesen und Schreiben. Vielmehr gelte das (aus dem englischen übersetzte) Statement von Charlotte Moore: „Denk nochmal darüber nach, wenn du das nächste mal 1000 Pfund für einen Computer ausgeben willst. Es ist wohl eine bessere Investition in die Zukunft deiner Kinder, wenn du den gleichen Betrag in den Kauf von Büchern steckst.“ Nachzulesen in diesem Telepolis-Artikel:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/19/19725/1.html

3 Kommentare zu "Schlechter lernen mit dem Computer"

  1. Diese „Untersuchung“, über die in Telepolis berichtet wird, ist doch hahnebüchener Unsinn! Davon, daß ein Medium zuhause rumsteht oder im Unterricht – irgendwie und zudem oft noch rigide reglementiert – zum Einsatz kommt, kann man doch überhaupt nichts schließen über seinen Gebrauch! Wenn die Eltern den PC selbst nur zum ebay-Einkauf und zum Spielen benutzen, dann tuns die Kinder natürlich auch. Wenn man das Internet aber als Recherche-und Kommunikationsmedium nutzt, dann ist es durch Bücher überhaupt nicht ersetzbar! Mein Sohn hat extra einen Lehrgang im Tastaturschreiben gemacht und dabei viel Rechtschreibung gelernt. Seitdem schreibt er mails. Briefe mit der „gelben Post“ hätte er nie geschrieben. Alles, was ihn interessiert, schaut er bei wikipedia nach – im Printlexikon hätte er dazu gar nichts gefunden. Und wenn man die Schüler selbst zu einem Unterrichtsthema im Netz recherchieren läßt, werden sie viel selbständiger bei ihrer Wissensproduktion, als es möglich wäre, wenn man ihnen vorausgewählte Lektüre „vorsetzt“. Ich habe vor, mit Schülern einen Weblog zur Bundestagswahl zu machen. Ich bin sicher, daß sie dabei viel mehr Politik lernen, als wenn ich ihnen darüber alles Mögliche vordozieren würde…

  2. Ähnlich wie beim Beton gilt hier sicher auch: Es kommt drauf an, was man daraus macht.
    Wenn ich mir die „Arbeit“ einiger Kollegen anschaue, bei denen eine Stunde in unserem Computerraum aus ziellosem Surfen bzw. Spielen für die Schüler besteht, bekomme ich Gänsehaut.
    Recht hast du bei der Einschätzung der Wikipedia. Selbst für meine Schüler ist sie als Nachschlagewerk jedem Buch meilenweit überlegen.

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