Ausstattung

Was soll’s denn sein? – An diese Frage hat man sich beim Kauf eines PCs schon gewöhnt, ganz anders verhält es sich, wenn’s denn ein PocketPC sein soll.

Prozessor Wie beim ‚echten‘ PC auch: das Herzstück des PDA ist sein Prozessor. Und der Pulsschlag wird in Megahertz gemessen. Sinnvolle PocketPCs arbeiten mit einem Arm/XScale Prozessor bei mindestens 200 MHz. Mehr darf’s natürlich immer sein – abhängig vom Geldbeutel und(!!) von der Akkulaufzeit.
Hauptspeicher 64 MB RAM sollten’s schon sein. Pocket PCs installieren auch die Programme in aller Regel in den flüchtigen Hauptspeicher und so kann der Platz für Nutzdaten dann schon mal knapp werden.
Speicherkarte Mit dem Kauf des Pocket PCs ist man auf eine bestimmte Form der Speicherkarte festgelegt (gängig und günstig z.B. CompactFlash – CF oder SD-Cards). Gebraucht wird dieser externe Speicher, der auch bei Akkuausfall erhalten bleibt, z.B. für größere Dateien, die transportiert werden sollen – also MP3-Files, eBooks (wie die Wikipedia oder andere). Eine 512 MB-Karte sollte für den Anfang locker ausreichen – dabei muss man auch nicht zu den superschnellen (und superteuren) Karten greifen, die für manchen Digicams nötig sind.
Display Die VGA-Auflösung (d.h. 640 x 480 Bildpunkte) setzt sich immer mehr durch. Bisher leiden die Akkulaufzeiten jedoch noch erheblich unter diesen stromhungrigen Displays. Sparsamer und auch preisgünstiger fährt man mit einem PDA mit der Auflösung 320 x 240 Bildpunkte, mit der auch gut arbeiten ist.
Stromversorgung In der Regel verfügen PDAs über einen eingebauten Lithium-Ionen-Akku, der auch mal einen ganzen Tag durchhalten sollte. Trotzdem darf man durchaus einen interessierten Blick auf die angegebene Akkulaufzeit in den Spezifikationen werfen. Denn nach Murphy versagt ein Akku immer dann, wenn man ihn gerade am nötigsten brauchen würde.
Maße, Gewicht Eigentlich logisch: ein Gerät, dass bald so unersätzlich wird, dass man es immer bei sich trägt, verlangt nach geringen Abmessungen und ebensolchem Gewicht. Bei mehr als 150g lässt die Freude nach und wesentlich größer als die kleinen, roten Lehrerkalender der Sparkasse sollte es auch nicht sein (zum Vergleich: mein Asus misst 76,8 x 13,3 x 125 mm).
Schutzhülle Eigentlich selbstverständlich? Sollte man meinen, doch tatsächlich gibt’s PDAs die ohne Schutzhülle geliefert werden. Daher durch mal einen Blick auf den Lieferumfang riskieren, denn ein einigermaßen stabiler Schutz, der seinen Namen auch verdient, muss sonst teuer nachgekauft werden.
Cradle Ein Cradle wird meines Wissens nach tatsächlich immer mitgeliefert, aber was um alles in der Welt ist das eigentlich? Im Craddle fristet der PocketPC sein Dasein, wenn er gerade mal nicht durch die Gegend getragen wird. Er steht dabei – zwecks der Bedienung leicht schräg – neben dem PC und ist über das Cradle mit jenem und dem Stromnetz verbunden.
Bluetooth Bluetooth ist eine drahtlose Schnittstelle, über die Zusatzgeräte mit dem PDA kommunizieren können. So kann sich der PocketPC z.B. mit externe Tastaturen, GPS-Empfängern, Handys und anderen Bluetooth-Geräten ‚unterhalten‘. Absolut notwendig ist Bluetooth mit Sicherheit nicht, aber das drahtlose Anbinden von z.B. einem GPS-Empfänger, den man ohne Kabel einfach hinter die Windschutzscheibe legen kann, hat schon seinen Reiz.
WLAN Ob der PDA einen Wireless-LAN (WLAN)-Anschluss braucht ist, vor allem eine Frage der bereits vorhandenen Netzwerkarchitektur. Wenn an den Haupteinsatzorten ohnehin ein WLAN (z.B. durch den Internet-Router) betrieben wird, bietet es sich natürlich an auch den PocketPC dort einzubinden. PocketPCs ohne fest eingebaute WLAN-Karte können meist mit einer externen Lösung (z.B. als CF-Karte) nachgerüstet werden. Nachteil dabei ist, dass der Speicherkartenplatz dann vom WLAN-Modul belegt ist.

3 Kommentare zu "Ausstattung"

  1. Wichtig sei an dieser Stelle vielleicht erwähnt, dass die Akkulaufzeit bei den PDAs oder Handhelds für einen sinnvollen einsatz auch sehr wichtig ist.
    Benutzt man WLAN oder BT regelmässig… z.B. im Unterricht oder in der Vorlesung musst der Akku auch entsprechend viel Power (mAh) haben!
    Für Lehrer und Dozenten ist es wichtig das es viel Freeware bzw. kostengünstige Schulsoftware geben muss. Für den Deutschen Markt ist dies NOCH Mangelware!

  2. Mit dem Akku selbst hatte ich noch keine Probleme (trotz Bluetooth-, bzw. WLAN-Einsatz). Viel sinnvoller fände ich jedoch, wenn meine Backup-Funktion, die bei fast leerem Akku den RAM-Inhalt sicher, auch wirklich funktionieren würde. Erst letzte Woche hat sich mein PDA über Nacht (wohl wegen eines Systemhängers) komplett verabschiedet und so durfte ich die Termine, Kontakte und Aufgaben der letzten 4 Wochen per Hand wieder eintragen 🙁 Sehr unschön, das.

  3. mit easysync passiert sowas eigentlich nicht. ebenso gibt es für die verschiedenen systeme backuptools für CF und cd cards! Sind leider nur nicht Teil des neuen Betriebsystems

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