Lernportale

Auf dem Web-Markt tummeln sich zwei neue Lernportale, die sich dem lernwilligen Nutzern anpreisen und versprechen, bei der Wissensvermittlung hilfreich zur Seite zu stehen. Beide – grundverschiedene Konzepte – sollen hier kurz vorgestellt werden.

paukr.de
Paukr setzt dabei auf das Mitmach-Prinzip der Wikipedia. Nutzer können eigene Kurse zu den verschiedensten Lern-Themen anlegen und dort Inhalte selbst einstellen. Diese Inhalte können von allen anderen Usern nicht nur gelesen, sondern auch verändert und angepasst werden. Dieser Umstand, der der Wikipedia zu ihrem großen Erfolg geholfen hat, schein bei Paukt momentan noch der Schwachpunkt zu sein. Die Zahl der Rechtschreibfehler in den einzelnen Kursen ist Legion – Ausnahmen bestätigen die Regel. Und auch inhaltlich schleichen sich je nach Kurs keine, einzelne oder gleich einige Fehler und/oder Lücken ein – beispielgebend sei hier die Erste-Hilfe-Einheit und der Sprachentwicklungskurs genannt.
Zu jedem Kurs können über die einzelnen Inhalte auch noch Übungsfragen eingegeben werden. Auch hier zeigen sich große qualitative Unterschiede. Von Fragen, die den kompletten Kurs abdecken, bis hin zu lustlos hingeschmissenen einzelnen Fragmenten ist hier alles vertreten.
Das Layout von Paukr setzt betont auf die bekannten Web 2.0-Elemente. Während das hellgrüne Outfit noch gewöhnungsbedürftig ist, fragt man sich allerdings, warum allzuoft scheinbar ausgegraute Menü-Elemente gerade die sind, die als Link aktiv sind. Ohne Diskussion unmöglich dagegen ist das Layout. Viel zu oft zerschießt bei der Benutzung von Firefox eine lange Überschrift das komplette Layout und macht so die obere Hälfte der Seite unles- und unbenutzbar.
Alles in allem ein netter Versuch, den Wiki-Gedanken auf Lerninhalte aller Art zu übertragen. Wenn allerdings nicht bald die kritische Nutzermasse erreicht ist, dass sich die eingebrachten Inhalte ‚von selbst‘ korrigieren, möchte ich mein Wissen nicht aus dieser Quelle schöpfen.
http://www.paukr.de/

Frustfrei Lernen
Ein ganz anderes Prinzip verfolgt Frustfrei-Lernen.de. Die Inhalte werden hier nicht von den Benutzern sondern von der Redaktion geliefert und sind daher potenziell vertrauenswürdiger. Durch die fehlende Benutzerinteraktion ist Frustfrei-Lernen nichts weiter, als eine riesige Stoffsammlung, die über kurz oder lang einen großen Bereich des schulischen Wissenskanon abdecken soll.
Beeindruckend dabei ist in der Tat die große Fülle an Inhalten, die bereits online gestellt ist. Von einfachen Additionsaufgaben bis hin zur Vektorrechnung wird beispielsweise in Mathematik alles abgedeckt. Zu vielen Einheiten gibt es darüber hinaus Übungsaufgaben, die allerdings Interaktivität missen lassen. Die Ergebnisse werden lediglich auf den Folgeseiten präsentiert und müssen ‚zu Fuß‘ verglichen werden.
Überhaupt fehlt es hier an der Interaktivität aller Orten. Der Nutzer bleibt reiner Konsument und kann sich den Stoff lediglich lesend erschließen. Wo das ‚frustfreie‘ dabei allerdings bleibt erscheint ungewiss, wenn man sich die beispielsweise die Division mit einem Satz wie „Wie man sehen kann, muss man einfach eine Zahl suchen, die man mit dem Divisor multipliziert und damit den Dividend herausbekommt“ erschließen muss. Wer’s kann versteht’s, wer’s nicht kann, wird’s dadurch eher nicht lernen – da nützen auch die weiteren Beispielaufgaben wenig.
Alles in allem ist die Fülle des gesammelten Stoffs verblüffend, die Vermittlung des selben allerdings mit reinen Blei-, Verzeihung – Bitwüsten aus Lesetext weder zeitgemäß noch zielführend.
http://www.frustfrei-lernen.de

2 Kommentare zu "Lernportale"

  1. Hallo zusammen,

    ich würde in diesem Kontext – nämlich wenn schulische Probleme auftreten und eventuell professionelle Unterstützung angebracht wäre – gerne über ein alternatives, sehr interessantes Nachhilfe-Angebot informieren, nämlich das […]. Hierbei handelt es sich um eine Online-Plattform, die überprüfte Studenten und Absolventen vermittelt, deren Qualifikationen transparent anzeigt und die es ermöglicht, ohne Bindung oder Registrierung Nachhilfe und Sprachunterricht zu nehmen.
    Es wird Nachhilfe in allen gängigen Schulfächern von der 1. bis zur 13. Klasse angeboten und darüber hinaus für Studenten von gängigen Bachelor- und Masterstudiengängen. Außerdem wird Sprachunterricht jeden Niveaus in Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch für Erwachsene angeboten.

    Aber informiert euch gerne selbst unter […]]]

    • Lieber Sebastian,
      Schön, dass du einen 9 Jahre alten Artikel ausgegraben hast, um für eure Nachhilfe-Seiten Werbung zu machen – vor allem, da der Ursprungs-Artikel thematisch noch nicht mal richtig zu deinem Kommentar passen will 🙂
      Daher habe ich mir erlaubt, die Links zu löschen, da meine Leser sicher des Suchens im Internet mächtig sind, wenn sie denn mal Nachhilfe brauchen…

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