{"id":461,"date":"2008-01-03T21:37:12","date_gmt":"2008-01-03T19:37:12","guid":{"rendered":"http:\/\/lehrerrundmail.de\/wordpress\/index.php\/2008\/01\/03\/speedcommander\/"},"modified":"2008-01-03T21:37:12","modified_gmt":"2008-01-03T19:37:12","slug":"speedcommander","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lehrerrundmail.de\/wordpress\/2008\/speedcommander\/","title":{"rendered":"SpeedCommander"},"content":{"rendered":"<p>Windows liefert zum Hantieren mit Verzeichnissen und Dateien den Explorer frei Haus. Mit viel Geklicke hangelt man sich damit durch Verzeichnisb\u00e4ume, doch sp\u00e4testens beim Kopieren von Dateien muss meist ein zweites Fenster her, m\u00f6chte man nicht die Zwischenablage bem\u00fchen. Rasch hat man so einige Instanzen des Programms offen, sodass sich wichtige Teile der Fenster grunds\u00e4tzlich gegenseitig verdecken. Abhilfe verschaffen Tools wie etwa der SpeedCommander von Sven Ritter.<!--more--><br \/>\n<a href=\"http:\/\/lehrerrundmail.de\/wordpress\/wp-content\/images\/test-speedcommander.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/lehrerrundmail.de\/wordpress\/wp-content\/images\/thumb-test-speedcommander.jpg\" title=\"SpeedCommander mit FTP-Fenster\" alt=\"SpeedCommander mit FTP-Fenster\" width=\"200\" height=\"152\" align=\"right\" vspace=\"3\" hspace=\"3\" border=\"0\" \/><\/a>Wer bereits zu seligen DOS-Zeiten Umgang mit dem PC pflegte, erinnert sich sicherlich an das Hilfprogramm &#8222;<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Norton_Commander\">Norton Commander<\/a>&#8220; mit dessen zweifenstriger <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Image:Norton_Commander_5.0.png\">Benutzeroberfl\u00e4che<\/a> sich spielend leicht durch die damals noch recht \u00fcbersichtlichen Festplatten navigieren lie\u00df. An dieses Konzept lehnt sich der <a href=\"http:\/\/www.speedproject.de\/speedcommander\/index.html\">SpeedCommander<\/a> an. \u00d6ffnet man in den beiden Fensterh\u00e4lften jeweils einen anderen Ordner, so lassen sich Dateien spielend leicht und wahlweise per Maus oder &#8211; viel schneller &#8211; per Hotkey verschieben, kopieren oder l\u00f6schen. So bleibt Quell- und Zielordner der gew\u00fcnschten Dateioperation immer sichtbar, die Navigation durch die Ordner gelingt nach kurzer Eingew\u00f6hnung im Sauseschritt. Die NC-gewohnten DOS-Veteranen  k\u00f6nnen hier ihre alten Gewohnheiten ausleben &#8211; viele Hotkeys der Funktionstasten entsprechen dem Vorbild. So kopiert man mit der F5-Taste eine Datei, mit F6 wird sie verschoben und mit Strg+&#8217;Bild nach oben&#8216; gelangt man eine Verzeichnisebene nach oben.<\/p>\n<p>Ein echtes Highlight ist der eingebaute Dateibetrachter, der auf die F3-Taste h\u00f6rt. Egal auf welcher Art von Datei der Cursor steht, mit SpeedView kann man auf die Schnelle einen Blick hineinwerfen, zumeist ohne das eigentliche Programm starten zu m\u00fcssen. Beispielsweise werden Word-Dateien und JPEG-Bilder von SpeedView ohne Probleme angezeigt, w\u00e4hrend sich f\u00fcr PDFs der Internet-Explorer mit passendem Plugin im Fenster \u00f6ffnet. Ebenso einfach wie das Betrachten ist das Editieren von Dateien. Auch riesige Textdateien &#8211; ausprobiert habe ich Gr\u00f6\u00dfen jenseits der 2 MB &#8211; lassen sich mit Hilfe des mit der F4-Taste gestarteten SpeedEdits, betrachten, ver\u00e4ndern und anschlie\u00dfend speichern. S\u00e4mtliche n\u00f6tige Operationen wie etwa Suchen und Ersetzen, Kopieren und Einf\u00fcgen, etc. liefert das Programm genauso mit wie allerhand Ansichts-Optionen, so zum Beispiel Zeilennummerierung, Syntax-Highlighting, Markierungsleiste, etc., sodass auch mit gr\u00f6\u00dferen Dateien \u00fcbersichtlich hantiert werden kann.<\/p>\n<p>Der Web-B\u00fcrger von heute verwaltet seine Daten nat\u00fcrlich nicht nur auf der lokalen Festplatte, sondern unterh\u00e4lt selbstverst\u00e4ndlich eine bunte Mischung verschiedener Netzwerklaufwerke, inklusive verschiedener FTP-Server f\u00fcr Homepage, Blog oder \u00e4hnlichem. Auch dort gelingt es dem SpeedCommander zu gl\u00e4nzen. Schnell ist ein neuer FTP-Standort erstellt, in dessen Eigenschaften Servername, Zugangskennung und nach Belieben auch das Passwort eingetragen werden kann. Eine FTP-Verbindung zum eigenen Server kann so per Mausklick (oder Tastendruck) in einer Fensterh\u00e4lfte ge\u00f6ffnet werden. Auch hier funktioniert der Dateibetrachter ohne Tadel und &#8211; weitaus verbl\u00fcffender &#8211; auch der Editor kann auf dem Server gespeicherte Dateien bearbeiten. Dass SpeedEdit am Ende der Operation dann nachfragt, ob es die ge\u00e4nderte Datei wieder hochladen soll, ist logisch, denn direkt auf dem FTP-Server l\u00e4sst sich nun mal nix \u00f6ffnen&#8230; Ein echter Mehrwert also im Vergleich zu den \u00fcblichen FTP-Clients, bei denen eine Datei erst downgeloadet, dann ver\u00e4ndert und dann wieder upgeloadet werden muss. Wenn jetzt noch der gleichzeitige Up- bzw. Download mehrerer Dateien \u00e4hnlich den Threads vom Veteranen LeechFTP m\u00f6glich w\u00e4ren, ging auch das Hin- und Herschieben umfangreicherer Projekte schneller.<\/p>\n<p>Weitere n\u00fctzliche Werkzeuge runden das Programmpaket ab: immer wieder gerne genommen ist das automatische Berechnen von Ordnergr\u00f6\u00dfen, das Synchronisieren von Ordnern, die schnelle Auswahl von Ordern mit Hilfe der Favoriten-Funktion und allerhand mehr, bei dem immer wieder deutlich wird, das SpeedCommander \u00fcber Jahre hinweg Zeit zum Reifen hatte.<\/p>\n<p>Neben der aktuellen SpeedCommander-Version f\u00fcr Windows XP, Vista und Server steht auch eine <a href=\"http:\/\/www.u3.com\/\">U3<\/a>-Version zur Verf\u00fcgung, die hier beim Test zum Einsatz kam. Damit wird der SpeedCommander mobil und kann auf jedem U3-Speicherstick installiert und anschlie\u00dfend gestartet werden. Richtig interessant wird dieses Feature, wenn man von wechselnden PCs auf seine Netzwerkfreigaben bzw. FTP-Server zugreifen m\u00f6chte, da SpeedCommander die n\u00f6tigen Zugangsdaten nach Belieben speichert. Gerade f\u00fcr Schulnetz-Systembetreuer wird der USB-SpeedCommander so zum digitalen Pendant des <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schweizer_Messer\">Schweizer Taschenmessers<\/a>, den man bereits nach kurzer Zeit nicht mehr missen m\u00f6chte.<\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><br \/>\nDer SpeedCommander ist ein \u00e4u\u00dferst m\u00e4chtiges Werkzeug um sich durch den Datenwust eines PCs zu w\u00fchlen. Bereits nach kurzer Eingew\u00f6hnungszeit lassen sich Dateioperationen wesentlich schneller erledigen als mit den Windows-Bordmitteln. F\u00fcr Benutzer, die nur alle paar Wochen mal den Speicherinhalt ihrer Digicam auf die Festplatte ziehen, scheint das Programm jedoch \u00fcberdimensioniert. Zielgruppe d\u00fcrfte vielmehr der ambitionierte Benutzer sein, f\u00fcr den der SpeedCommander schnell zum unverzichtbaren Werkzeug wird. Nat\u00fcrlich gibt es im weltweiten Netz zahlreiche andere NC-Clone unterschiedlicher Leistungsf\u00e4higkeit, einige davon auch als Freeware. Nachdem ich allerdings schon vor knapp 15 Jahren den SpeedCommander f\u00fcr Windows 3.1 lizenziert hatte, sei mir diese kleine Huldigung in Form dieses Beitrags gestattet \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Eine Einzelplatzlizenz des SpeedCommanders kann \u00fcber den <a href=\"http:\/\/www.speedproject.de\/shop.html\">Online-Shop<\/a> f\u00fcr knapp 38 Euro bestellt werden. Auf den SpeedProject-Seiten steht eine kostenlose Testversion zum <a href=\"http:\/\/www.speedproject.de\/download.html\">Download <\/a>zur Verf\u00fcgung, mit der das Programm 60 Tage nach Lust und Laune ausprobiert werden kann.<\/p>\n<p>Webseite: <a href=\"http:\/\/www.speedproject.de\/speedcommander\/index.html\">http:\/\/www.speedproject.de\/speedcommander\/index.html<\/a><br \/>\nund <a href=\"http:\/\/www.speedproject.de\/speedcommander\/tour1a.html\">weitere Screenshots<\/a>.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Windows liefert zum Hantieren mit Verzeichnissen und Dateien den Explorer frei Haus. 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