Nachhaltige Geldanlagen boomen

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Der Markt nachhaltiger Geldanlagen wächst und wächst – laut dem Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) um rasante 29 % im letzten Jahr. Und der Trend verstärkt sich.

Die 29 % sind die Zuwachsrate in Deutschland, Österreich und der Schweiz (deutschsprachiger Raum). Sieht man nur auf den Marktanteil der nachhaltigen Geldanlagen, so ist er – leider – immer noch recht gering: 2,8 % der neu angelegten Gelder in Deutschland, in Schweiz dagegen sind es schon 7 % und in Österreich sogar 7,6 %.

Allerdings werden sich die jeweiligen Marktanteile zukünftig stark vergrößern, betrachtet man die rasanten Zuwachszahlen und die steigende Nachfrage. Der aktuelle Stand in den sogenannten D-A-CH-Ländern 2016:

  • 80,0 Mrd. Euro Kundeneinlagen und Eigenanlagen
  • 89,9 Mrd. Euro Investmentfonds
  • 97,3 Mrd. Euro durch Eigentümer verwaltetes Vermögen
    (z.B. Kommanditbeteiligungen, Energiegenossenschaften)
  • 152,3 Mrd. Euro Mandate
  • 419,5 Mrd. Euro

Dabei wurden innerhalb der Investmentfonds auch die strukturierten Finanzprodukte aus der Schweiz eingerechnet. Der ganze Marktbericht über nachhaltige Geldanlagen des FNG 2017 listet ausführlich die verschiedenen Geldanlagen in den einzelnen Märkten Deutschland, Österreich, Schweiz auf.

Der Begriff „nachhaltig“ wird bei einer Geldanlage übrigens so definiert: ethische, soziale und ökologische Aspekte müssen explizit in den jeweiligen Anlagebedingungen berücksichtigt werden.

Was mit ihrem Geld passiert, interessiert immer mehr Menschen. Und immer mehr verstehen, dass sie mit ihrer Anlageentscheidung Einfluss nehmen können. „Follow the money“ bestimmt, wohin es in der Zukunft geht. Divestment und Neuanlage in nachhaltige Investments nimmt immer mehr zu; Versicherungen, große Kapitalanlagegesellschaften, Großunternehmen, Staatsfonds legen ihr Geld nachhaltig an.

So werden zwar derzeit Erneuerbare Energien durch politische Entscheidungen vielleicht etwas verlangsamt, und das Aussterben der Kohlenutzung herausgezögert. Allerdings gehen die Analysten von Morgan Stanley in einer aktuellen Studie davon aus, dass “ bis zum Jahr 2020 erneuerbare Energien die günstigste Form der Stromerzeugung überall auf der Erde sein werden“. Und somit die höhere Wirtschaftlichkeit die Entscheidungen der Unternehmen, also der Marktwirtschaft, beeinflussen.

Apple, Google, IKEA, Allianz und viele andere mehr finanzieren derzeit schon viele Ökokraftwerke finanzieren, oder bauen sie selbst. Die Allianz beispielsweise hat bereits mehr als 3 Mrd. Euro in Erneuerbare Energien investiert. In über 70 Wind- und 7 Solarparks werden so pro Jahr rund1.800 MW sauberer Strom produziert. Wirtschaftliche Gründe, aber auch die soliden Erträge aus diesen Anlagen für die Gelder der Versicherten, haben überzeugt.

Zum Vergleich: Durch die UDI-Geldanlagen sind bisher 508 Ökokraftwerke entstanden, die rund 1.600.000 MW jährlich produzieren. Das können auch noch mehr werden – wenn viele Anleger ihr Geld nachhaltig anlegen!

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